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Die drei Damen auf dem Parkett PDF Drucken E-Mail
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Geschrieben von: Kurt Henschel   
Montag, den 15. Januar 2018 um 12:22 Uhr

"Vorrunde nicht überstanden?", fragt SG-Pressesprecher Kurt Henschel. "Die lassen uns ja nicht spielen", bekommt er als Antwort. Selbstbewusst nennt Merle Moll den Grund des Ausscheidens des Teams SLN-Lühmann beim Firmen-Turnier, mit dem der Sparkassen-Cup der SG Hoya begonnen hatte. Mit "uns" meinte sie sich und ihre Kollegin Rilana Penner. Beide erreichten das Halbfinale in der großen Sporthalle im Schul- und Sportzentrum der Weser- und Grafenstadt ebenso wenig wie Nadine Kehlbeck vom Team Sanum Kehlbeck. Das Damen-Trio wollte auf dem Parkett alles geben, bekam aber insgesamt nur wenig Einsatzzeiten. "Das ist aber auch kein Wunder - mit den Männern, die fast alle regelmäßig Fußball in ihren Vereinen spielen, können wir nicht mithalten", bilanzierten sie ohne Groll. "Es hat aber dennoch großen Spaß gemacht" und die Männer seien auch "alle nett" zu ihnen gewesen.

Insgesamt hatten sich unter den wachsamen Augen der Schiedsrichter Frank Waldhecker und Wolfgang Wieser zwölf Teams um den "Rudi-Mettke-Gedächtnispokal" bemüht. Dafür war es zunächst nötig gewesen, die Vorrunde auf Rang eins oder zwei zu überstehen. Das schafften aber weder SLN noch Sanum, sondern Smurfit Kappa, Radio Bremen, Hartje und der Pizza-Blitz. Für Merle Moll, Rilana Penner sowie Nadine Kehlbeck war vorzeitig Schluss.

Die drei Fußball-Damen eilten unter die Dusche, denn sie wollten noch mitbekommen, wie die restlichen Spiele ausgehen. Vor allem Nadine Kehlbeck war gespannt, denn sie hatte im Vorjahr zum Sieger-Team Sanum (4:0-Erfolg gegen das diesmal nicht vertretene Team AC-Transporte) gehört. Wer würde diesmal den Pokal holen? Smurfit Kappa, Kooperationspartner der SG Hoya, erreichte nach spannendem Neunmeterschießen gegen die TV-Leute von Radio Bremen ("Buten un Binnen") ebenso das Endspiel wie Pizza-Blitz, der die traditionell starke und mit vielen "Profis" bestückte Hartje-Crew aus dem Rennen warf und damit kurz vor dem "großen Wurf" stand. Obwohl die Papier- und Karton-Experten leicht favorisiert ins Finale gingen, ließen die "Underdogs" nichts anbrennen und holten sich mit einem 2:1 den begehrten Pott sowie die stattliche Siegprämie. Nun muss Pizza-Blitz im kommenden Jahr liefern - zumindest einmal den Wanderpokal, den es dann zu verteidigen gilt. Bis dahin bringen die Speise-Spezialisten sicher noch manch leckeres Essen zu den Beschäftigten der Firmen, die sie in Sachen Fußball hinter sich gelassen haben.

Neben dem Firmen-Turnier hatten die SG-Organisatoren auch zwei Herren- und ein Alte-Herren-Turnier auf die Beine gestellt (siehe Bericht im Sportteil der heutigen Ausgabe der Kreiszeitung), ein besonderes Augenmerk lag aber auf dem Nachwuchs: Sparkasse und SG liegt stets und insbesondere daran, den jungen Kickern ein Forum zu bieten. Und das nutzten alle gern und mit viel Fairness und Freude sowie im Beisein der Sparkassen-Vertreter Wolfgang Wilke (Vorstand), Andrea Rehberg (Marketing-Abteilung) sowie Fritz Thölke (Filialleiter in Hoya): Bei den E-Junioren gewann Duddenhausen vor Hoya, Marklohe, Hoyerhagen und Landesbergen/Estorf, bei den D-Junioren triumphierte im Finale der ASC Nienburg über den SVB Erichshagen, bei den F-Junioren landete Erichshagen vor Landesbergen, Duddenhausen, den beiden Teams von Werder Bremen sowie denen der ausrichtenden SG. F-Junioren-Coach Olaf Heye wartete bei der Siegerehrung mit einer persönlichen Geste auf und verteilte Dankeschön-Muffins an die beiden Managerinnen der Gesamt-Veranstaltung, Angelika Tandecki und Manuela Henschel, sowie an die Trainer und Betreuer der Teams. Mit dem Sieg Erichshagens bei den C-Junioren (auf den folgenden Plätzen liefen Schwarme, Hoya I, Drakenburg, Husum und Hoya II ein) endete das erfolgreiche Drei-Tage-Spektakel, das sämtlichen Helfern der SG erneut alles abverlangt hatte. Mit "letzter Kraft" bedankte sich denn auch SG-Chef Michael Tandecki bei einem komplett entkräfteten Team, das zum Gelingen des Projekts abermals die "letzten Körner" aus sich herausgeholt habe.

Die Schiris: Ohne sie ging es auch diesmal nicht beim Sparkassen-Cup - die Schiedsrichter. Für Ordnung sorgten Frank Waldhecker, Wolfgang Wieser, Dieter ("Käpt'n") Schröder, Lutz Pissor sowie aus den Reihen der ausrichtenden SG Manfred Raupach, Rüdiger Hartmann und Jens Mesloh.

 

Zuletzt aktualisiert am Montag, den 15. Januar 2018 um 19:48 Uhr