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Trainer-Fragen geklärt PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Kurt Henschel   
Dienstag, den 29. März 2011 um 15:34 Uhr

In der Fußball-Abteilung der SG Hoya sind die Trainer-Fragen für die Saison 2011/2012 inzwischen beantwortet: Während Peter Berkenkamp die SG-Reserve von Bernd ("Stolle") Stolzenburg übernimmt, liegt die Verantwortung für die I. Herren auch in der neuen Runde bei Jens ("Piwi") Meyer. Der Vorstand hat nach dem Spiel in Wietzen (1:2) am vergangenen Sonntag die Lage analysiert und ist mit dem Coach übereingekommen, die Zusammenarbeit fortzusetzen - unabhängig davon, ob das Team in der Bezirksliga verbleibt oder in die Kreisliga zurückkehrt.

 

 

 
Hoyas Lämmer viel zu hektisch PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Kurt Henschel   
Montag, den 28. März 2011 um 10:29 Uhr

 

Zum Bezirksliga-Spiel der SG Hoya beim TSV Wietzen am Sonntag, 27. März, berichtet "Die Harke" in ihrer Ausgabe vom 28. März unter obiger Überschrift wie folgt:

 

TSV-Keeper Torsten Klein lehnt meterweit neben seinem Tor lässig an der Bande und schnackt mit den Ersatzspielern, der Ball ist seit einer Ewigkeit nicht mehr auch nur in die Nähe seines Strafraums gekommen. Hoyas Coach Jens Meyer brüllt: Du hast Zeit. Spielen!", und sein Libero Timm Hormann drischt den Ball völlig unbedrängt weit in die gegnerische Hälfte - Szenen wie diese gab es gestern beim 2:1 (2:0) im Bezirksliga-Derby zwischen dem TSV Wietzen und der SG Hoya massenhaft zu sehen; nicht spielentscheidend, aber doch spielbezeichnend waren sie.

Der TSV war dem Kellerkind aus dem Nordkreis an diesem Tag läuferisch wie technisch weit überlegen und musste noch nicht einmal an seine Grenzen gehen, um den dritten Dreier in Folge einzufahren.

Das Spiel war noch keine zehn Minuten alt, da tobte Meyer schon Rumpelstilzchen gleich an der Seitenlinie. Ridvan Gören war vorm eigenen Kasten nicht energisch genug zum Ball gegangen, Wietzens Benjamin Bauer lenkte den Ball vorbei, Schlussmann Alexander Jeck kam zu spät - 1:0. Meyer konnte seinem Mittelfeldmann diesen entscheidenden Schnitzer nicht verzeihen und wechselte Gören sofort aus, für ihn kam Lars Mrowczynski, der sein Comeback nach langer Verletzungspause feierte.

Hoya hatte Mühe, überhaupt ein vernünftiges Spiel aufzubauen, die Defensivabteilung verlegte sich meist darauf, den Ball hektisch, hoch und weit aus der Gefahrenzone zu befördern. Auch der Auftritt der Wietzer hatte keinen Schönheitspreis verdient, war aber effektiver. Die Chancen häuften sich: Majid Derwisch hämmerte das Leder aus zehn Metern übers Tor (26.), Maurice Gaede schob aus kurzer Distanz links vorbei (30.) und ein Steilpass auf Bauer wurde in letzter Sekunde von Hoyas Mrowczynski entschärft (34.). Ein Freistoß auf der linken Seite, 25 Meter vor dem Tor, musste her, um das 2:0 zu erzielen: Maurice Gaede zog Jeck einen harten Schuss direkt über den Scheitel in die Maschen (35.).

Die einzige Hoyaer Chance in der ersten Hälfte hatte Lauritz Singelmann, der den Ball im Gewühl allerdings nicht über die Linie bekam.

Nach dem Seitenwechsel brachte Meyer Andreas Hormann für den unauffälligen Mehmet Gönuel, ließ offensiver spielen. Mit Erfolg: Die Wietzer ließen sich nach hinten drängen, bettelten förmlich um den Anschlusstreffer. Den besorgte der eingewechselte Hormann nach Flanke von rechts mit dem Kopf (65.). Fortan verlor Wietzen die Ordnung, ließ sich von der Hektik der Gäste anstecken und hätte einige Male den Ausgleich kassieren können. Doch Hoya fehlte gestern nicht nur das Können, sondern auch das nötige Glück.

Friedhelm Gaede konnte sich nicht erklären, wieso sein Team am Ende so nervös agierte" "Eigentlich muss man ein 2:0 bei solch einer spielerischen Überlegenheit sicher nach Hause schaukeln." Während er das 2:1, das den Abstand zu den Abstiegsrängen auf zehn Punkte vergrößerte, im Stillen genoss, legte sein Hoyaer Kollege nach dem Spiel erst richtig los. Wie "Lämmer auf der Schlachtbank" habe sich seine Elf präsentiert, wetterte Meyer. "Das war der Tabellensituation nicht würdig. Man muss überhaupt erst einmal versuchen, sich zu wehren und das geht schon los, bevor man den Ball hat. Fehlerquote, Ballkontrolle, Präsenz, nichts davon hat gestimmt." Für den Neuling wird die Luft in der Bezirksliga immer dünner: Die Nordkreisler sind jetzt Vorletzter, punktgleich mit Rehden II.

 

 

 
"Das war Kreisliga-Naivität" PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Kurt Henschel   
Montag, den 28. März 2011 um 09:58 Uhr

 

Zum Bezirksliga-Spiel der SG-Fußballer am Sonntag, 27. März in Wietzen berichtet die Kreiszeitung in ihrer Ausgabe vom 28. März unter obiger Überschrift wie folgt:

 

Jens Meyer musste sich gestern zunächst etwas sammeln, nachdem seine SG Hoya das fast schon überlebenswichtige Spiel beim TSV Wietzen mit 1:2 (0:2) hergeschenkt hatte. Die Worte, die der Trainer des Fußball-Bezirksligisten dann fand, waren drastisch und eindeutig: „In der ersten Halbzeit haben wir uns massakrieren lassen. Das war Kreisliga-Naivität.“ Der Weg zurück in die untere Spielklasse ist vorgezeichnet.
„Wir haben es nicht geschafft, den Ball über zwei oder drei Stationen laufen zu lassen“, sagte Meyer. Personell hatte der Coach alles versucht, wenn auch höchst unkonventionell. Einen Spieler für einen kapitalen Bock abzustrafen und auszuwechseln, ist eine Sache. Dies schon nach acht (!) Minuten zu tun, eine andere. Ridvan Gören, dessen Riesen-Schnitzer zum 1:0 durch Benjamin Bauer (4.) geführt hatte, musste zweimal an die Seitenlinie gucken, um zu verstehen, dass Meyer ihn tatsächlich unter die Dusche schicken wollte. „Das habe ich noch nicht erlebt. Sowas bringt doch nur Unruhe in die Mannschaft“, musste sich der Kurzarbeiter später sichtlich bremsen, um sich nicht im Ton zu vergreifen. „Ich habe dort eine Schwachstelle gesehen. Und die habe ich sofort ausgemerzt. Warum soll ich Zeit verschwenden?“, fand Meyer hingegen nichts dabei.
Kapitän Alexander Jeck hatte diese Entscheidung von Meyer nicht verwundert: „Ich kenne ‚Piwi‘. Er entscheidet aus dem Bauch heraus. Das nehme ich ihm nicht übel.“ Viele Gründe, große Töne zu spucken, hatte der Schlussmann ohnehin nicht. Schließlich hatte er maßgeblichen Anteil am 2:0 für Wietzen. Maurice Gaedes 25-Meter-Freistoß (35.) war direkt auf Jeck zugesegelt und schlug in der Mitte des Hoyaer Tores ein. „Das war ein Stellungsfehler. Ich habe den Ball zu spät gesehen“, entschuldigte sich Jeck.
Zwei frühe Auswechslungen und eine lautstarke Kabinenpredigt später wirkten die Gäste etwas wacher, mehr als der 1:2-Anschluss durch Andreas Hormanns Kopfballtreffer (65.) war jedoch nicht drin – auch weil es Mario Hollunder nur 38 Minuten auf dem Platz hielt. In der 82. Minute hatte der Eingewechselte Gelb-Rot gesehen. „Jetzt geht es nur noch um den Relegationsplatz 13“, sagte Jens Meyer zerknirscht.
Für den TSV Wietzen, der das Spiel nach Daniel Müllers Ampelkarte (87.) ebenfalls mit nur zehn Mann beendete, dürfte die Restsaison jetzt in ruhigeren Bahnen verlaufen. Drei Siege in Serie führten den TSV auf Platz acht und hinterließen einen strahlenden Benjamin Bauer. Der Torschütze war bis zur A-Jugend für die SG Hoya aufgelaufen und wohnt noch immer in der Grafenstadt. „Ich war schon nervöser als sonst“ gab der 23-Jährige zu. Er durfte sich bei Ridvan Gören bedanken, dass die Aufregung schon nach vier Minuten verflogen war.

Stenogramm:

Wietzen: Klein - Hilker, Grundmann, Derwisch, Roman Fiterer, Müller, Cobzas (89. Zimmermann), Richard Fiterer, Gaede, Alpert, Bauer.

Hoya: Jeck - Pilarski, T. Hormann, Nadolski, Schlichting (30. Hollunder), M. Hormann, Meyer, Singelmann, Böschen, Gönuel (46. A. Hormann), Gören (8. Mrowczynski).

 Tore: 1:0 (4.) Bauer, 2:0 (35.) Gaede, 2:1 (65.) A. Hormann.

 Bes. Vork.: Gelb-Rote Karten für Hoyas Hollunder (82./wiederholtes Foulspiel) und Wietzens Müller (87./Spielverzögerung).

Schiedsrichter: Benjamin Schneider (TSV Wietze).

Zuletzt aktualisiert am Montag, den 28. März 2011 um 10:01 Uhr
 
Mittlerweile kann er auch Elfmeter PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Kurt Henschel   
Mittwoch, den 23. März 2011 um 17:10 Uhr

 

In ihrer Ausgabe von Mittwoch, 23. März, berichtet die Nienburger Zeitung "Die Harke" unter obiger Überschrift über den SG-Torhüter Alexander Jeck. In der Unterzeile heißt es dort: "Kapitän, Zuhörer, Motivator: Keeper Jeck gibt nie auf".

 

"Nur Elfmeter kann er nicht: Alexander Jeck ist der große Rückhalt der SG Hoya", hatten wir in der Fußball-Beilage dribbling über den 22-jährigen Schlussmann des Bezirksligisten geurteilt. Jeck belehrte uns und seinen Trainer Jens Meyer eines Besseren, das mit den Elfmetern hat sich mittlerweile erledigt., Jeck hielt zuletzt drei Strafstöße in Folge. Der große Rückhalt allerdings ist er nach wie vor, wobei groß bei ihm vor allem im übertragenen Sinne gilt: Mit seinen 1,78 Meter hat er nicht gerade Keeper-Gardemaß, auch sonst kommt er eher bubihaft denn stattlich daher, das große Wort ist nichts seins. "Es gibt Typen, die müssen nicht laut werden, um sich Gehör zu verschaffen. Und zu denen gehört Alexander", bescheinigt Meyer seinem Kapitän eine starke Präsenz. "Abseits bin ich eher der ruhige Typ", sagt Jeck über sich selbst, "aber auf dem Platz kann ich auch laut werden". Seine Vorderleute jedenfalls weiß er zu dirigieren, gern auch mit Nachdruck, wenn's sein muss.

Was ihn zum Leader macht? Jeck weiß sich einzuschätzen, seine Antwort deckt sich zu hundert Prozent mit dem, was Meyer sagt. Er fungiert als Bindeglied zwischen Team und Trainerbank, versucht zu vermitteln, wenn's mal hakt und hat immer ein offenes Ohr für seine Mitspieler. Diese wissen das offensichtlich zu schätzen, haben ihn selbst zum Kapitän auserkoren. Jeck, einer der wenigen Auswärtigen im Team, freut sich über das Vertrauen, marschiert in Sachen Motivation stets vorneweg - "auch bei fünf Gegentoren", sagt Meyer. Aufgeben kommt für den Verdener nicht in Frage, ihn pusht der Wille, in der kommenden Saison noch in der Bezirksliga zu spielen.

Jeck will weiterhin das Hoyaer Tor hüten. einzig der Job könnte ihm noch einen Strich durch die Rechnung machen. Momentan absolviert der ausgebildete Groß- und Einzelhandelskaufmann seinen Zivildienst, er hat aber bereits Bewerbungen laufen und weiß noch nicht, wohin es ihn verschlägt. "Ich hoffe natürlich, dass ich hierbleiben kann. In Hoya habe ich eine fußballerische Heimat gefunden, das ist mein Herzensverein", sagt Jeck und nimmt die 60 Kilometer von Verden nach Hoya und zurück mehrmals in der Woche gern in Kauf.

Jens Meyer ist froh über dieses klare Bekenntnis, nicht nur weil er keine Alternative auf der Bank hat. "Natürlich ist auch er nicht unfehlbar, aber ich zähle Alexander zu den fünf, sechs besten Torhütern der Liga." Jeck spielt mit, klebt nicht auf der Linie, "eigentlich bin ich eher der zweite Libero, der seine Leute hinten rausdrängt." Einzig bei den Flanken habe er so seine Probleme. Dafür klappt's mit den Elfmetern. Obwohl: Vielleicht sollte er das noch einmal überdenken. "Immer wenn Alexander einen Elfmeter hält, verlieren wir", hat Meyer festgestellt.

Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, den 23. März 2011 um 18:37 Uhr
 
Neues von "Casi" aus Japan PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Kurt Henschel   
Dienstag, den 22. März 2011 um 14:00 Uhr

 

Carsten Pätzel hat sich heute (Dienstag, 22. März 2011) wieder einmal aus Japan gemeldet. Nachfolgend seine Nachricht:
Hallo Kurt! Sorry,  dass ich mich erst so spät melde. Wir hatten am Freitag ziemlich viel zu tun und am Montag war in Japan ein Feiertag.
Ich kann dir mal ein paar Antworten zu deinen Fragen geben. Ich denke schon, dass es in Sachen Gelassenheit an der Mentalität der Japaner liegt. Zum einem lernen die Japaner schon in der Schule, wie man sich bei Erdbeben verhalten soll, und zum anderen glaube ich, dass die Japaner gar nicht so viel darüber wissen, welche Gefahren auf sie zukommen könnten, falls es wirklich zum Super-GAU kommen sollte. Die Japaner haben schon in der Vergangenheit gelernt, wie man am besten mit Katastrophen umgeht. Bei den Ausländern sieht das anders aus. Nach meiner Meinung sind die meisten Ausländer schnell in eine Panik verfallen und wollten nur noch das Land verlassen. Das liegt vor allem in der unterschiedlich Berichterstattung der Medien.
Die Japaner haben jetzt auch angefangen, sich zu fragen, ob die Regierung und vor allem die Betreiberfirma der Kernkraftwerke immer die Wahrheit gesagt haben. Das ist schon eigentlich etwas erstaunlich, wenn man die Japaner und ihre Mentalität kennt.
Das VW-Hauptquartier in Toyohashi liegt ungefähr 600 Kilometer südlich von Fukushima und 300 Kilometer südlich von Tokyo. Zur Zeit ist das VW-Office in Tokyo geschlossen. Aus Sicherheit vor einer eventuellen radiokativen Verstrahlung und aus technischen Gründen (Stromunterbrechung) sind alle Mitarbeiter jetzt hier in Toyohashi. In Tokyo bekommen die Menschen nur noch schwer Lebensmittel und vor allem Kraftstoff. Dies ist auch ein Grund dafür, dass die Mitarbeiter von VW jetzt in Toyohashi sind.
Die Arbeit hier in Toyohashi geht ganz normal weiter. Natürlich ist bei meinen Mitarbeitern auch Sorge und Ungewissheit zu spüren, aber zur Zeit hat sich das Leben in Toyohashi noch nicht geändert. Die deutschen Mitarbeiter, die hier mit Familie gelebt hatten, wurden schon letzte Woche nach Deutschland zurückgeflogen. Derzeit befinden sich noch wenige Ausländer bei VW. Sollte es wirklich zu einem Super-GAU kommen, werde ich mir auch nochmal Gedanken machen, ob ich nicht doch nach Deutschland fliege. Man sollte aber nicht in Panik verfallen und nicht alles überbewerten, was in den Nachrichten geschrieben wird.
Ich habe Japan und den Menschen hier vieles zu verdanken. Daher werde ich nicht so schnell das Land verlassen. Auch ich, als Ausländer, sehe mich in der Pflicht, das Land in dieser schwierigen Lage zu unterstützen. Zur Zeit spende ich Geld für die Tsunami-Opfer. Natürlich habe ich auch Angst, weil man nicht weiß, wie es weitergeht und was noch passieren kann. Doch von einer schnellen Ausreise halte ich überhaupt nichts.  Wir Ausländer haben hier in Japan ein sehr gutes Leben und ich finde, dass jeder darüber nachdenken sollte, wie er am besten dem Land und den Menschen helfen kann, um diese schwierige Lage gemeinsam zu überwinden und nicht einfach Hals über Kopf das Land verlassen. Auch ich habe Freunde, die dies gemacht haben. Das muss jeder natürlich für sich entscheiden. Für mich kommt aber eine Ausreise zur Zeit nicht in Frage
Meine Eltern planen auch weiterhin noch, im April nach Japan zu kommen. Darüber bin ich auch sehr froh und glücklich. Sollte sich die Lage aber verschlimmern, würden sie aber wahrscheinlich zu einem späteren Zeitpunkt nach Japan kommen. 
Die Bilder vom Erdbeben und dem Tsunami sind schon schrecklich genug. Die Auswirkungen einer weiteren Katastrophe wären einfach unvorstellbar und würden das Land schwer erschüttern. Man muss jetzt abwarten und hoffen, dass es nicht noch viel schlimmer kommt als es jetzt schon ist.
P.S.: Das mit den Masken wird in den ausländischen Medien etwas hochgespielt. Die Japaner tragen im Moment die Masken, weil gerade Pollen-Zeit ist und jeder zweite Japaner darauf allergisch reagiert. Liebe Grüße an alle in Hoya und umzu!
Zuletzt aktualisiert am Dienstag, den 22. März 2011 um 14:05 Uhr
 
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