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Neues von "Casi" aus Japan PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Kurt Henschel   
Dienstag, den 22. März 2011 um 14:00 Uhr

 

Carsten Pätzel hat sich heute (Dienstag, 22. März 2011) wieder einmal aus Japan gemeldet. Nachfolgend seine Nachricht:
Hallo Kurt! Sorry,  dass ich mich erst so spät melde. Wir hatten am Freitag ziemlich viel zu tun und am Montag war in Japan ein Feiertag.
Ich kann dir mal ein paar Antworten zu deinen Fragen geben. Ich denke schon, dass es in Sachen Gelassenheit an der Mentalität der Japaner liegt. Zum einem lernen die Japaner schon in der Schule, wie man sich bei Erdbeben verhalten soll, und zum anderen glaube ich, dass die Japaner gar nicht so viel darüber wissen, welche Gefahren auf sie zukommen könnten, falls es wirklich zum Super-GAU kommen sollte. Die Japaner haben schon in der Vergangenheit gelernt, wie man am besten mit Katastrophen umgeht. Bei den Ausländern sieht das anders aus. Nach meiner Meinung sind die meisten Ausländer schnell in eine Panik verfallen und wollten nur noch das Land verlassen. Das liegt vor allem in der unterschiedlich Berichterstattung der Medien.
Die Japaner haben jetzt auch angefangen, sich zu fragen, ob die Regierung und vor allem die Betreiberfirma der Kernkraftwerke immer die Wahrheit gesagt haben. Das ist schon eigentlich etwas erstaunlich, wenn man die Japaner und ihre Mentalität kennt.
Das VW-Hauptquartier in Toyohashi liegt ungefähr 600 Kilometer südlich von Fukushima und 300 Kilometer südlich von Tokyo. Zur Zeit ist das VW-Office in Tokyo geschlossen. Aus Sicherheit vor einer eventuellen radiokativen Verstrahlung und aus technischen Gründen (Stromunterbrechung) sind alle Mitarbeiter jetzt hier in Toyohashi. In Tokyo bekommen die Menschen nur noch schwer Lebensmittel und vor allem Kraftstoff. Dies ist auch ein Grund dafür, dass die Mitarbeiter von VW jetzt in Toyohashi sind.
Die Arbeit hier in Toyohashi geht ganz normal weiter. Natürlich ist bei meinen Mitarbeitern auch Sorge und Ungewissheit zu spüren, aber zur Zeit hat sich das Leben in Toyohashi noch nicht geändert. Die deutschen Mitarbeiter, die hier mit Familie gelebt hatten, wurden schon letzte Woche nach Deutschland zurückgeflogen. Derzeit befinden sich noch wenige Ausländer bei VW. Sollte es wirklich zu einem Super-GAU kommen, werde ich mir auch nochmal Gedanken machen, ob ich nicht doch nach Deutschland fliege. Man sollte aber nicht in Panik verfallen und nicht alles überbewerten, was in den Nachrichten geschrieben wird.
Ich habe Japan und den Menschen hier vieles zu verdanken. Daher werde ich nicht so schnell das Land verlassen. Auch ich, als Ausländer, sehe mich in der Pflicht, das Land in dieser schwierigen Lage zu unterstützen. Zur Zeit spende ich Geld für die Tsunami-Opfer. Natürlich habe ich auch Angst, weil man nicht weiß, wie es weitergeht und was noch passieren kann. Doch von einer schnellen Ausreise halte ich überhaupt nichts.  Wir Ausländer haben hier in Japan ein sehr gutes Leben und ich finde, dass jeder darüber nachdenken sollte, wie er am besten dem Land und den Menschen helfen kann, um diese schwierige Lage gemeinsam zu überwinden und nicht einfach Hals über Kopf das Land verlassen. Auch ich habe Freunde, die dies gemacht haben. Das muss jeder natürlich für sich entscheiden. Für mich kommt aber eine Ausreise zur Zeit nicht in Frage
Meine Eltern planen auch weiterhin noch, im April nach Japan zu kommen. Darüber bin ich auch sehr froh und glücklich. Sollte sich die Lage aber verschlimmern, würden sie aber wahrscheinlich zu einem späteren Zeitpunkt nach Japan kommen. 
Die Bilder vom Erdbeben und dem Tsunami sind schon schrecklich genug. Die Auswirkungen einer weiteren Katastrophe wären einfach unvorstellbar und würden das Land schwer erschüttern. Man muss jetzt abwarten und hoffen, dass es nicht noch viel schlimmer kommt als es jetzt schon ist.
P.S.: Das mit den Masken wird in den ausländischen Medien etwas hochgespielt. Die Japaner tragen im Moment die Masken, weil gerade Pollen-Zeit ist und jeder zweite Japaner darauf allergisch reagiert. Liebe Grüße an alle in Hoya und umzu!
Zuletzt aktualisiert am Dienstag, den 22. März 2011 um 14:05 Uhr
 
Der Zwillings-Coup PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Kurt Henschel   
Montag, den 21. März 2011 um 11:06 Uhr

 

Über den Verlauf und die nennenswertesten Inhalte der Jahreshauptversammlung der SG Hoya am Freitag, 18. März 2011, berichtet die Kreiszeitung in ihrer Ausgabe vom 21. März wie folgt:

 

Es geht weiter positiv voran in der Sportgemeinschaft (SG) Hoya: Finanziell hat der Verein das Jahr 2010 mit einem Plus abgeschlossen und stockt damit seine Rücklagen für den geplanten Bau einer Tribüne weiter auf, sportlich ist noch alles im Lot. Wenngleich es gilt, in der Abteilung Jugend-Fußball Wiederbelebungs-Maßnahmen zu forcieren, so besteht große Zuversicht, dass die Herren, die vor nicht allzu langer Zeit noch in der 2. Kreisklasse dümpelten, die Bezirksliga sichern können.
Während der Jahreshauptversammlung gelang ein Zwillings-Coup, denn Florian und Sebastian Steinbach übernahmen die Geschäftsführung der SG und bekleiden damit ein Amt, das durch den Ausstieg von Angela Pätzel und des kommissarischen Vertreters Jörg Kriegel zuletzt nicht optimal besetzt gewesen war.
SG-Vorsitzender Michael Tandecki äußerte sich im Gasthaus „Zur Börse“ froh über die personelle Entwicklung im – auch erweiterten – Vorstand, dem neben den Spartenleitern Wojtek Pilarski und Tino Henschel nach der Wahl der Steinbach-Brüder inzwischen vier Fußballer aus dem Kader der I. Herren angehören. Wermutstropfen: Das Amt des zweiten Vorsitzenden ist weiterhin vakant, die Bemühungen, das zu ändern, laufen unvermindert weiter.
Weitgehend Zufriedenheit herrscht in den Sparten Handball (Spielgemeinschaft Mittelweser), Gymnastik und Tanzen. Verbesserungen seien allerdings immer möglich und auch angestrebt, verlautete in den Berichten der jeweiligen Spartenleiter.
Harmonisch zu bezeichnen war insgesamt der Verlauf der zweistündigen Zusammenkunft, die auch Bürgermeister Edmund Seidel und Stellvertreter Peter Steinbach mit Interesse verfolgten und eine gute Entwicklung der SG – auch im Verhältnis zur Stadt Hoya – konstatierten. Den Höhepunkt der Versammlung bildeten schließlich die Ehrungen und Auszeichnungen für 60-, 50- und 40-jährige Mitgliedschaft sowie für besondere Verdienste um den Verein, den Michael Tandecki mit großem Einsatz und viel Herzblut seit nunmehr 17 Jahren anführt.
Gewählt: 1. Geschäftsführer Florian Steinbach; 2. Geschäftsführer Sebastian Steinbach. Geehrt: Herbert Fischer (60 Jahre im Verein), Erich Sander (50 Jahre), Heino Bielefeld (40 Jahre); Tino Henschel, Dieter Danklef, Mirko Uhde, Marlies Soltau, Kurt Henschel (alle 15 Jahre), Manfred Raupach, Norbert Wunde, Frank Willer, Stephan Bruns, Karl-Otto Gehrke, Jörg Kriegel, Kurt Henschel (alle für besondere Verdienste), Fußball-C-Junioren (Mannschaft des Jahres).

Zuletzt aktualisiert am Montag, den 21. März 2011 um 21:38 Uhr
 
Zahlreiche Ehrungen PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Kurt Henschel   
Samstag, den 19. März 2011 um 00:35 Uhr

 

Die Sportgemeinschaft (SG) Hoya hat am Freitag, 18. März, im Gasthaus zur Börse eine insgesamt positive Jahres-Bilanz gezogen. Die Mitglieder entlasteten bei der Zusammenkunft den amtierenden Vorstand, ernannten Angela Pätzel (ehemalige Geschäftsführerin) und Rudi Pätzel (langjähriger Fußball-Spartenleiter) zu Ehrenmitgliedern. Nach der Verabschiedung von Jörg Kriegel als 2. Geschäftsführer gewann die SG mit Florian (1.) und Sebastian Steinbach (2.) ein neues Geschäftsführer-(Zwillings-)Paar. Es gelang jedoch nicht, das vakante Amt des 2. Vorsitzenden neu zu besetzen. Ein Schwerpunkt der Zusammenkunft war der Punkt "Ehrungen". Im Mittelpunkt standen dabei: Herbert Fischer (60 Jahre Mitglied), Erich Sander (50 Jahre), Heino Bielefeld (40 Jahre), Tino Henschel, Dieter Danklef, Mirko Uhde, Marlies Soltau, Kurt Henschel (alle 15 Jahre), Fußball-C-Junioren (Mannschaft des Jahres), Manfred Raupach, Norbert Wunde, Frank Willer, Stephan Bruns, Karl-Otto Gehrke, Jörg Kriegel (alle für besondere Verdienste).

 
Neues von Carsten Pätzel aus Japan PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Kurt Henschel   
Donnerstag, den 17. März 2011 um 18:43 Uhr

 

 

Carsten Pätzel hat sich heute kurz per Mail aus Japan gemeldet. Ihm gehe es zurzeit ganz gut. Die Lage sei an seinem Standort bezogen auf den Reaktor in Fukushima noch entspannt, teilt er mit. Das sei allerdings nicht zu vergleichen mit der Lage im Tsunami-Gebiet. Wörtlich sagt er: "Ich bin natürlich etwas nervös und angespannt, aber ich versuche einfach, nicht mehr so viele deutsche Nachrichten zu lesen. Die können einen schon verrückt machen."

Das für heute. Wir bleiben am Ball und mit "Casi" in Kontakt.

Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, den 17. März 2011 um 18:51 Uhr
 
Carsten Pätzel und das Erdbeben in Japan PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Kurt Henschel   
Freitag, den 11. März 2011 um 19:42 Uhr

 

 

Nach dem schweren Erdbeben in Japan am 11. März 2011 dachte Kurt Henschel sofort an Carsten Pätzel, der in Japan (in Toyohashi) lebt und dort für Volkswagen arbeitet. War er betroffen? Was hat er mitbekommen? In einer Aktion der Kreiszeitung, die Bekannte in Japan erreichte, war zu erfahren, dass es Carsten Pätzel gut geht. Die Kreiszeitung berichtet über ihn in ihrer Ausgabe von Sonnabend, 12. März, wie folgt:

 

Die Kleiderbügel wackelten im Schrank und das Hochhaus, in dem sich sein Büro befindet, schwankte. Doch die volle Wucht des Erdbebens, das gestern Japan erschütterte, bekam Carsten Pätzel nicht ab. Der 30-jährige gebürtige Hoyaer lebt in der Stadt Toyohashi am Pazifik, etwa 300 Kilometer von der Hauptstadt Tokio entfernt. Während die Stärke des Erdbebens in der Gegend um die Hauptstadt mit 8,8 auf der Richterskala angegeben wurde, seien in seiner Region „nur“ Werte von etwa 3,9 gemessen worden, erzählte Carsten Pätzel gestern. Es sei allerdings nicht ein kurzer Stoß gewesen, den man in der Region um Toyohashi gespürt habe, sondern das Beben habe mehrere Minuten gedauert. Der Hoyaer arbeitet in der Stadt, die an der Mikawa-Bucht nahe des Pazifiks liegt, für Volkswagen (VW) und kümmert sich um den Versand von Ersatzteilen in die ganze Welt.
Zwar ist sein derzeitiges Zuhause etwa 670 Kilometer vom Epizentrum des Erdbebens entfernt, doch ziemlich schnell nach Bekanntwerden der Meldungen in Europa meldete sich Carsten Pätzel bei seinen Eltern Rudi und Angela, um sie zu benachrichtigen, dass es ihm gut gehe. Eine gute Idee, denn Mutter Angela hatte im Fitness-Studio hastig wieder kehrtgemacht, als sie von dem Tsunami hörte, der den Norden der Insel Hondschu getroffen hatte. Schließlich wohnt auch ihr Sohn direkt am Meer. So aber erzählte er ihr, dass er wohlauf sei und in seiner Stadt kaum etwas zu sehen sei von den Auswirkungen des Bebens. Im Fernsehen informierte er sich über die Lage im Rest Japans.
„Bange machen“ lassen vom Erdbeben wollen sich Carstens Eltern übrigens nicht. „Wir fliegen im April nach Japan“, verriet Rudi Pätzel gestern. Der Flug sei gebucht und dabei solle es auch bleiben. Ihr Sohn habe ihnen vorher schon einmal erzählt, dass Erdstöße in Japan nichts Ungewöhnliches seien.

 
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